KURIER: Staatsschulden galoppieren davon

KURIER: Staatsschulden galoppieren davon

Ein KURIER-Artikel für all jene, die sich auf den Staat, als Retter in der Not bei der Finanzierung ihrer Pension in der Zukunft verlassen.

Der Staat, als Retter in der Not?

Viele Österreicher verlassen sich noch immer auf den Staat, als Retter in der Finanzierungskrise der Pensionen.

Doch der Staat hat ganz andere Probleme: Budgetdefizit, die drohenden Kosten in der Gesundheitsversorgung und die ansteigenden Pflegekosten bringen den Staatshaushalt in Zukunft in bedrohliche Schieflage.

Details zur Budgetsituation finden Sie im KURIER vom 08. Juli 2011:

Bis 2014 steigt die Verschuldung des Landes auf 250 Milliarden Euro.

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Österreichs Finanzlage ist weit von portugiesischen oder gar griechischen Verhältnissen entfernt. "Eigentlich stehen wir ganz gut da, aber nicht langfristig betrachtet", stellt Bernhard Felderer, Vorsitzender des Staatsschuldenausschusses, fest. Das Defizit falle zwar geringer aus als erwartet (rund 3,0 Prozent heuer), allerdings vor allem wegen der besseren Konjunktur. Zudem steigt die gesamtstaatliche Verschuldung weiter stark an.

 

Betrug diese 2005 noch 157 Milliarden Euro, so sind es heuer bereits 220 Milliarden Euro. Das sind 26.000 Euro je Österreicher. 2014 sind es laut Felderers Berechnung bereits 250 Milliarden Euro oder rund 29.700 Euro je Österreicher.

 

Alleine für die Zinsen muss die Republik heuer rund 7,5 Milliarden Euro aufwenden. Diese Summe wird in Zeiten steigender Leitzinsen weiter zulegen.

 

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Die Verschuldungsquote wird in den nächsten Jahren von derzeit 73,6 auf 75 Prozent des Bruttoinlandsprodukt anwachsen, erlaubt wären laut EU-Vorgaben nur 60 Prozent.

 

Zwar würden sehr viele Länder noch darüber liegen, so der Ökonom, aber es sei schwierig, von einer so hohen Quote wieder herunterzukommen.

 

Selbst im günstigen Fall eines jährlichen Defizits von nur 1,0 Prozent und einem konstanten BIP-Wachstum von 5,0 Prozent brauche es elf Jahre, um unter die 60-Prozent-Marke zu gelangen.

 

Dass in so langen Zeiträumen keine Krise auftrete, sei aber nicht sehr wahrscheinlich.

 

"Daher muss es Vorrang für eine Konsolidierung geben. Wir sind nicht von der Gefahr befreit, dass uns die Finanzmärkte in Ruhe lassen."

 

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