Frühpensionen: Österreicher gegen Reform

Frühpensionen: Österreicher gegen Reform

Ein aktueller Artikel, der zeigt, wie die "Jungen" durch Unwissenheit, rasche Reformen des bestehenden Systems verhindern.

 "Das Pensionsantrittsalter in Österreich muss steigen.

Soweit sind sich Pensionistenvertreter und Bundesregierung einig - immerhin geht man hierzulande im Schnitt mit 58 Jahren in Pension.

Zuletzt kritisierte Wirtschaftsminister Mitterlehner via KURIER, dass die Anhebung des Antrittsalters nicht so hart verhandelt wird wie andere wichtige politische Themen.

Das Problem ist nur: Die Bevölkerung ist offenbar nicht überzeugt, dass die geforderten Reformen wirklich notwendig sind.

Laut einer OGM-Umfrage für den KURIER glauben nur acht Prozent der Österreicher, die Arbeitnehmer seien schuld daran, dass man hierzulande derart früh in Rente geht.

Die Mehrheit (48 Prozent) ist der Meinung, "die Politik" trage die Verantwortung; 28 Prozent antworten, die Arbeitgeber haben Schuld.

...

Konsequenterweise sind die Österreicher auch mehrheitlich der Meinung (49 Prozent), dass es den Menschen nicht zu leicht gemacht wird, verfrüht in die Pension zu gehen.

"Die Arbeitnehmer handeln nach dem Motto: Wenn ich kann, dann gehe ich - lange arbeiten ist ohnehin verpönt", erklärt OGM-Expertin Cvrtila.

Dazu passe, dass die Menschen bei der angepeilten Anhebung des Antrittsalters nicht aufs Tempo drücken wollen:

Nur jedem Dritten (31 Prozent) geht die Anhebung zu langsam; für die meisten (37 Prozent) ist das Tempo "gerade richtig"."

 


Verständlich wäre es, wenn Personen, die kurz vor dem (Früh)Pensionsantritt stehen, die bestehenden Regelungen verteidigen.

Die hohen Prozentsätz der Zustimmung zur aktuellen Situation lässt aber darauf schließen, dass auch viele "Junge" durchaus Gefallen an den derzeitigen Regelungen finden.

Und hier zeigt sich wieder einmal die Uninformiertheit der Bevölkerung:

Junge Bevölkerungsgruppen stimmen einer Regelung zu, die nur dazu führt, dass heute 55-jährige über eine Pensionierung nachdenken können.

Den "Jungen" ist NICHT bewusst, dass sie es sind, die diese Pensionen schließlich finanzieren... und es ist ihnen nicht bewusst, dass sie selbst in Zukunft KEINE adäquate Gegenleistung erwarten werden können.

Hier zeigt sich wieder einmal sehr konkret, wie wichtig die umfassende Information der Bevölkerung über die Finanzierungssituation der Pensionen wäre.

Informieren Sie sich bei einer unserer nächsten Veranstaltungen.

Noch ein Detail am Rande:

Ein 58-jähriger, der heute in Pension geht, ist darauf angewiesen, dass das Pensionssystem bis zu seinem Lebensende die Versorgungsaufgabe erfüllen kann. Bei einer Lebenserwartung von 90 Jahren sind dies 32 (!) Jahre, also bis 2043 (!).

Ob das nicht auch etwas weltfremd ist?

zum KURIER - Artikel

 

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