Sparpaket 2012

Sparpaket 2012

Das Sparpaket 2012 hat gravierenden Einfluß auf das gesetzliche Pensionssystem. Lesen Sie die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf IHRE Situation.

Konsolidierungsmaßnahmen im Pensionsbereich

Um das tatsächliche Pensions-Antrittsalter anzuheben und die Ausgabendynamik bei den Pensionen zu stabilisieren, sind Maßnahmen von der Bundesregierung vereinbart worden, die einerseits den Anstieg der Kosten im gesetzlichen Pensionssystem dämpfen und durch strukturelle Änderungen einen längeren Verbleib im Erwerbsleben zur Folge haben sollen.

Beachten Sie, dass die angeführten "Einsparungen" entweder eine zusätzliche Belastung oder eine Leistungskürzung bei Ihnen bedeuten!

 

Kontogutschriftmodell ab 2014

Für alle ab 1.1.1955 Geborenen wird statt einer Parallelrechnung eine Kontogutschrift aus den Versicherungsjahren bis Ende 2013 gebildet und ins Pensionskonto als Erstgutschrift übergeführt. Damit sind die Versicherungsjahre bis 2013 „abgegolten“ und es gilt ab 1.1.2014 ausschließlich das Pensionskonto.

Mit dieser Maßnahme wird die als „unwegnehmbare“ bisherige Kontogutschrift gelöscht und die Pensionsverluste „dämpfende“ Parallelrechnung fällt ab dann für immer weg!

Erwartete Einsparungen bis 2016: 123 Millionen

Pensionsanpassung

Erstmalig werden auch bestehende Pensionen von den Maßnahmen betroffen. Der Anpassungsfaktor, der der Pensionsanpassung 2013 zu Grunde liegt, wird um einen Prozentpunkt reduziert. Für das Jahr 2014 wird der Anpassungsfaktor um 0,8 Prozentpunkte reduziert. Damit gibt es zwei Jahre hindurch einen Realverlust bei den Pensionen!

Einsparungen bis 2016: 2,56 Mrd. Euro

Korridorpension: Änderung der Anspruchsvoraussetzungen

Die Wartezeit für die Korridorpension soll von 37,5 auf 40 Jahre stufenweise um sechs Versicherungsmonate pro Stichtagsjahr angehoben werden, beginnend mit 2013 mit 38 Jahre, 2014 mit 38,5, 2015 mit 39, 2016 mit 39,5 und ab 2017 mit 40 Jahren. In Zukunft gilt für die Korridorpension ein Abschlag von 5,1 Prozent pro Jahr.

Hacklerpension: Änderung der Anspruchsvoraussetzungen

Mit 45 Beitragsjahren kann man ab dem 62. Lebensjahr in Pension gehen. Allerdings werden die Schul- und Studienzeiten nicht mehr angerechnet und der Abschlag beträgt für jedes Jahr vorzeitigem Antritt 4,2 %.

Einsparung bei beiden Maßnahmen bis 2016: 509 Mio. Euro

Erhöhung der PV-Beiträge in der gewerblichen Sozialversicherung (GSVG) und in der bäuerlichen Sozialversicherung (BSVG)

Der Prozentsatz soll in der GSVG ab Juli 2012 um 1 Prozent-Punkt auf 18,5 Prozent ansteigen. In der bäuerlichen Sozialversicherung wird ein ähnliches Ergebnis durch einen Mix an Maßnahmen (Beitragserhöhung, Erhöhung der Berechnungsbasis etc.) erreicht.

Zusatzeinnahmen bis 2016: 554 Mio. Euro

Keine weitere Absenkung der Mindestbeitragsgrundlage bei gewerblichen Pensionen

Die Mindestbeitragsgrundlage wird ab dem Jahr 2013 nicht weiter abgesenkt. Die Höhe der Mindestbeitragsgrundlage bleibt dann bei 654 Euro festgesetzt.

Mehreinnahmen bis 2016: 83 Mio. Euro

Anhebung der Höchstbeitragsgrundlage

Die Höchstbeitragsgrundlage soll ab 2013 zusätzlich zu den gesetzlichen Bestimmungen um 90 Euro erhöht werden. Das bedeutet mehr Beiträge für Gutverdienende.

Mehreinnahmen bis 2016: 218 Mio. Euro

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