Das Finanzierungsproblem

Das Finanzierungsproblem

Die Finanzierung der Pensionen KANN in Zukunft nicht gewährleistet sein... unabhängig davon, was der aktuelle Sozialminister behauptet.

Ein Blick zurück

1955, als das Gesetz beschlossen wurde, gab es noch Besatzungssoldaten in Österreich, wurde gerade der Staatsvertrag unterzeichnet, die Lebensmittelmarken gehörten erst kurz der Vergangenheit an.

Es gab 700.000 (zum Großteil sehr verarmte) Pensionisten und 3,9 Millionen Versicherte. Die hatten gerade wieder Arbeit gefunden und schöpften Hoffnung, ein besseres Leben vor sich zu haben.

Damals wurde beschlossen, dass die Aktiven einen Solidaritätsbeitrag leisten, der in Pensionszahlungen umgelegt wurde (daher der Name Umlagesystem).

Die damaligen Pensionisten hatten damals auch nicht mehr lange zu leben.

Es war daher kein großes Risiko, eine große Gruppe von Menschen dazu zu verpflichten, einen Beitrag für eine kleine Gruppe von Menschen zu leisten, welche diese Leistung jedoch nur kurz beanspruchen sollten.

Die Entwicklung

Jedes Umlageverfahren besteht am Beginn nur aus Versprechen, die in 40 Jahren zu erfüllen werden sind.

Man hebt die vollen Beiträge ein - und verspricht was man will - und nur wenige Leistungsempfänger belasten das System.

Das funktioniert lange Zeit recht gut. Problematisch wird es erst, wenn die Anzahl der Leistungsempfänger steigt. Aber auch dieses ist zu lösen, solange es genügend Beitragszahler gibt.

Durch verbesserte Lebensbedingungen, ein friedliches Umfeld, weniger Sorgen und Stress und eine ungeahnte Weiterentwicklung der medizinischen Möglichkeiten kam es in der Folge zu gravierenden Veränderungen in diesem System.

Die Menschen gingen länger zur Schule, dann kommt sehr oft das Studium und sie treten immer später ins Berufsleben ein.

Doch schon in dieser Zeit belasten sie das Sozialversicherungssystem durch Krankheiten und Unfälle, sowie anderer medizinischer Hilfsmittel, wie Brillen, Zahn- Regulierungen usw.

Für all das mussten andere – die Beitragszahler – aufkommen.

Diese wieder entdeckten, zum Teil vom Staat sogar erheblich „gefördert“, wie schön es ist, schon früher in Pension zu gehen. Die Pensionisten zuletzt, erfreuten sich über eine immer längere Lebenserwartung.

Die damit viel länger als kalkuliert und viel früher als geplant anfallenden Pensionen müssen natürlich ebenfalls von den Beitragszahlern bedeckt werden, was bei immer kürzeren Beitragszahlungszeiten bald zu erheblichen Problemen bei der Finanzierung der Pensionen führte.

Alle Systeme kommen in Schwierigkeiten - das Österreichische als erstes

In Italien, Schweden, Deutschland wurde in der Vergangenheit bereits die Notbremse gezogen. In Österreich folgt einer „Minipensionsreform“ die andere.

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